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Dienstag 13. Januar 2015 – BockOnline

BockOnline 13 01 2015

 

 

 

 

Mittwoch 7. Januar 2015

Armee und Querdenker und was dabei heraus kommt

«Ein bisschen gespannt war ich schon, was für Paradiesvögel mich erwarten,» meinte Brigadier Sergio Stoller zur Begrüssung. Doch am Ende waren die Vertreter der Schweizer Armee, die extra für den Abend mit dem Querdenkerparadies in den Lilienberg gereist waren, begeistert vom Resultat. Die Frage lautete: Wie kann die Armee wieder mehr Vertrauen gewinnen. Anselm Schwyn, Querdenker

Irgendwie waren sich alle einig: Noch vor wenigen Jahren wäre das kaum denkbar gewesen, dass zwei Brigadiers, der Chef der Information, der Chefsoziologe und weitere namhafte Vertreter der Armee sich mit einem Haufen Querdenker in einen Workshop begeben. Doch die Armee von heute ist nicht mehr die Armee von gestern. Brigadier Sergio Stoller, Projektleiter Weiterentwicklung der Armee (WEA), zeigte das auch deutlich auf in der Einleitung. Noch 100’000 aktive Angehörige der Armee sind es heute, in der Armee ’61 waren es 625’000, in der Armee ’95 immerhin noch 220’000. Entsprechend ist das Budget auch geschrumpft, schon ab 2017 stehen noch rund 7 Mia. zur Verfügung, während die Armee ’61 noch mehr als das Dreifache davon ausgeben konnte. Dafür sind die Truppengattungen heute wesentlich besser und mit mehr Technologie ausgerüstet. Nur: Die Feindbilder von heute sind diffuser geworden, die Aufgaben der Armee mannigfacher. Nur eine Grundaufgabe ist geblieben: Verteidigung.

Was ist das Querdenkerparadies?

Aber irgendwie glauben viele in der Bevölkerung nicht mehr an die Notwendigkeit der Armee, das Engagement nimmt ab. Und hier setzte das Querdenkerparadies in einem nur dreistündigen Workshop im Lilienberg an. Das Querdenkerparadies ist eine Initiative von Ingo Grünig, Jens Björnsen und René Meier, im Januar 2013 entstanden in einer Weiterbildung und bereits sechs Mal erfolgreich für verschiedene Interessenten umgesetzt. Eine Gruppe von Menschen aus der Verwaltung, der Privatwirtschaft, Private, Pensionierte etc. – ein wild zusammengewürfelter Haufen sozusagen – findet sich rein um des Engagements Willen zusammen und arbeitet einen Abend lang intensiv nach verschiedenen Workshopmethoden an einer Fragestellung. Inzwischen sind es über 100 Querdenker und Querdenkerinnen, aus denen sich die Teilnehmer rekrutieren. Mit nur zwei Regeln: alle sind per Du, auf gleicher Augenhöhe, und jede Idee wird ernst genommen, sei sie noch so quer. «Out of the Box Thinking» heisst das Neudeutsch. Diesmal ging es darum, zuerst den Problemraum zu analysieren, dann eine Perspektive als Ansatz für den Lösungsraum zu definieren und darauf aufbauend Lösungen zu skizzieren.

Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee

Out of the Box ist aber schwierig, wenn es um das Thema Armee geht, das war schnell klar. Denn jeder Schweizer, jede Schweizerin war selbst in der Armee oder hatte schon intensiv Kontakt mit jemandem, dessen Erfahrungen mitschwingen – oder hat die Diskussionen, Abstimmungen der letzten Jahre um Flieger, Wehrpflicht (die Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht wurde am 22. September 2013 von 73% der Bevölkerung und von allen Kantonen deutlich abgelehnt) mitgemacht. Wie hiess es doch noch in den 80ern: Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee. Also, alles vergessen, nur den Problemraum «Vertrauen» behandeln. Die Gruppen mit diesmal nur zwei Frauen waren sich aber alle einig: die Kommunikation muss besser werden, die Armee selbst zu ändern dürfte nämlich zu schwierig werden. Im Lösungsraum fanden sich verschiedene Ansätze. Ein Kopf, eine Person aus der Armee selbst (also nicht der Departementsvorsteher), sollte mehr in der Öffentlichkeit auftreten. Der Sinn der Armee – der für jeden etwas anderes sein kann – sollte besser aufgezeigt werden und gefördert werden. Auch sollte bei der Rekrutierung der persönliche Wunsch, die Individualität, besser berücksichtigt werden. Braucht es eine reine Frauenkompanie? Leerläufe, da waren sich alle einig, müssen eliminiert werden, um es mal militärisch auszudrücken. So entstand ein ganzes Bündel an Massnahmen, einige durchaus quer, andere nur logisch. Brigadier Alain Vuitel, Stabschef der Armeeführung, zeigte sich im Schlusswort («Chapeau!») professionell beeindruckt. Ok, viele Ideen und Ansätze hatte die Armee als vielfältigste Organisation des Landes bereits selbst gefunden und da war die Bestätigung durch die Querdenker wertvoll. Doch die Menge an Ideen, die teilweise innovativen und doch konkreten Ansätze und vor allem die positive Einstellung zum Thema, die seriöse Arbeit und das grosse Engagement hatten sie so nicht erwartet. Besonders erfreulich: Die Resultate des Querdenkerparadieses werden aufgearbeitet und wer weiss, vielleicht liegen diese demnächst auf dem Tisch von Ueli Maurer, als sauberer Bericht mit dem Vermerk «zur Umsetzung empfohlen!».

Weitere Informationen:

Anselm Schwyn

[email protected]

Das Querdenkerparadies bringt Menschen mit Ideen zusammen. Die Schaffhauser Non-Profit-Organisation ist im Januar 2013 entstanden und veranstaltet mehrmals jährlich öffentliche Workshops zu verschiedenen Themen in der Region.

Donnerstag 25. September 2014

Schneller als ein Lidschlag – Einsatz des Querdenkerparadieses

Am 25. September 2014 trafen sich 25 Teilnehmer des Querdenkerparadieses zu einem Innovationsworkshop. Die aus verschiedensten Berufs- und Tätigkeitsfeldern stammenden Querdenker behandelten ein Projekt der Curtiss-Wright Antriebstechnik GmbH aus Neuhausen am Rheinfall. Mit der Design-Thinking-Methode wurden neue Einsatzgebiete für ein Antriebssystem gesucht, welches sich schneller bewegt als ein Lidschlag. Lesen Sie mehr 

Mittwoch, 23. Oktober 2013 Schaffhauser Nachrichten

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Juni 2013 RSE-News
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Samstag, 1. Juni 2013 Bericht über die Tischmesse Schaffhausen

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Freitag, 31. Mai in der Andelfinger Zeitung

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Dienstag, 28. Mai im Bote vom Untersee

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Mittwoch, 26. September 2012 Schaffhauser Nachrichten

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